Haus als Vermögen

  • Hallo Zusammen,

    ich versuche gerade von einem Wettbewerbsprodukt umzusteigen.
    Nach zwei Jahrzehnten ist das gar nicht so einfach.

    In meinem Altprodukt habe ich unser Haus als "Inventarkonto" angelegt und sehe es so in meinem Gesamtvermögen.
    Bei dem Kredit habe ich damals Zinsen an Bank und Tilgung an das Inventarkonto gebucht, sodass ich Monat für Monat ein Stückchen reicher wurde.

    Nun steht demnächst der Kauf einer zweiten Immobilie an, bei der ich genauso verfahren möchte.
    Hypothekenkonto und Finanzierungsplan habe ich bereits gefunden und angelegt.
    Nur was verwende ich, um das Inventarkonto abzubilden gegen das ich die Tilgung laufen lassen kann?

    Bestimmt einfach, für jene, die sich mit MG auskennen.

    Freue mich über einen Hinweis.

    Vielen Dank und viele Grüße.

  • Das geht ganz einfach. Nutze ein "Sachwertdepot" und hinterlege dort deine Immobilien. Dein Bruttovermögen steigt um den Immobilienwert aber dein Nettovermögen sinkt durch den offenen Kreditbetrag. Mit jedem Tilgungsbetrag im Kreditkonto steigt dein Nettovermögen.

  • Alternativ kannst du deine Immobilie auch mit dem Betrag der Tilgung im Sachwertdepot monatlich erfassen.

    Gehen wir davon aus, dass deine erste Tilgung 697.35 € beträgt. Das geht vom Kreditkonto runter und du kannst im Sachwertdepot eine "Tilgung" buchen. Anzahl 697,35 und Wert 1€. Gleiches mit neuem Tilgungswert dann in jedem weiteren Monat.

    War mir persönlich zu viele Aufwand.

  • Das geht ganz einfach. Nutze ein "Sachwertdepot" und hinterlege dort deine Immobilien. Dein Bruttovermögen steigt um den Immobilienwert aber dein Nettovermögen sinkt durch den offenen Kreditbetrag. Mit jedem Tilgungsbetrag im Kreditkonto steigt dein Nettovermögen.

    Genau so hatte ich mir das gedacht.
    Anlage der Bestandsimmobilie hat schon mal geklappt.
    Dann warte ich mal ab, bis die ersten Raten fällig werden, ob das dann auch mit der automatischen Buchung der Zins und Tilgungsanteile klappt.
    Bis hierher erst einmal vielen Dank.

  • Wobei ich nicht verstehe, warum die Tilgung eines Darlehens den Wert des Hauses erhöhen soll! Mein Vermögen wird höher, da die Schulden sinken, aber das Haus wird nicht einen Cent mehr wert, weil ich weniger Schulden habe.

  • G5011 Aktiva/Passiva

    Du kaufst ein Haus für 200.000 € und nimmst ein Darlehen von 150.000 € auf. Dein Bruttovermögen(Aktiva) beträgt 200.000 €. Bei der Passiva hast du 150.000 € Schulden und dadurch beträgt dein Eigenkapital 50.000 € (Nettovermögen). Wenn du tilgst sinkt der Kreditbetrag wodurch dein Eigenkapital steigt. Aktiva bleibt dabei gleich.

    Bei meinem zweiten Beispiel wird nicht der Immobilienpreis komplett gebucht sondern mit jeder Tilgung nur der Tilgungsbetrag. In diesem Fall würde sich Aktiva um die Tilgung erhöhen. Dieses Beispiel finde ich persönlich aber falsch bzw. mit zu viel Aufwand verbunden.

  • Buchhalterisch dürfte Variante 1 auch die korrekte sein.
    Ich habe einen Buchungssatz für den Kauf 200.000 von Immobilie an Bank (oder so was in der Art - Jahre her, dass ich das gelernt habe *s*).
    Ein weiterer Buchungssatz i.H. von 150.000 von Bank an Verbindlichkeiten.

    Dann N Buchungen:
    Zinsaufwand an Bank (für den Zinsanteil)
    Verbindlichkeiten an Bank (für den Tilgungsanteil)

  • G5011 Ok, dass wäre die Alternative, die ich auch erwähnt hatte. Du buchst mit jeder Tilgung den Tilgungsbetrag ins Sachwertdepot anstatt mit Kauf einmalig den gesamten Kaufwert. Auch für mich ist dies der falsche Ansatz. Allerdings aus Sicht eines Laien zumindest nachvollziehbar. Betrachtet man nur das Nettovermögen kommen beide Möglichkeiten zum gleichen Ergebnis.

    Buchhalterisch wäre es falsch aber da wir hier von Privatpersonen reden, wäre es zumindest nicht ganz falsch.

    Was mich an dieser Version wirklich ärgert ist die Tatsache, dass viele Leute genau so auch in den sozialen Medien diskutieren. Keiner beachtet, dass eine Immobilie auch zum Vermögen gehört, selbst wenn sie noch zu 100 % belastet ist.

  • Bei dem Kredit habe ich damals Zinsen an Bank und Tilgung an das Inventarkonto gebucht, sodass ich Monat für Monat ein Stückchen reicher wurde.

    Dagegen habe ich argumentiert! Damit wird bei jeder Tilgungsbuchung das Inventarkonto erhöht und das ist meiner Meinung nach eine falsche Darstellung.

    Sorry, da habe ich mich im Ursprungspost wohl zu schwammig ausgedrückt.
    Gemeint war tatsächlich Option 1.
    Das Haus wurde buchhalterisch gekauft und die Schulden reduziert.